?? OPER ? Francois Adrien Boieldieu (*1775) ? DIE WEISSE DAME ? 2CD
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May 7, 2017 Sold Date
Mar 30, 2015 Start Date
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Description

 3

HERAUSRAGENDES HAUPTWERK DER OPÉRA-COMIQUE

DIESE EDITION IST BEIM HERSTELLER VERGRIFFEN




François Adrien Boieldieu (1775 – 1834)


LA DAME BLANCHE

(Die weiße Dame)


Komische Oper in drei Akten

Libretto von Eugène Scribe nach dem Roman „George Mannering“ von Sir Walter Scott

Uraufführung: Paris, Opéra-Comique, 10. Dezember 1825

Gesamtaufnahme in französischer Originalsprache

Studioaufnahme — Aufnahmejahr: 1961




BESETZUNG


Gaveston, ein Schloßverwalter — ADRIEN LEGROS, Baß

Anna, sein Mündel — FRANÇOISE LOUVAY, Sopran

George (Georges) Brown, ein englischer Offizier — ROCKWELL BLAKE, Tenor

Dickson, Pächter — AIMÉ DONIAT, Bariton

Jenny, seine Frau — JANE BEBIÉ, Sopran

Margaret (Marguerite), eine alte Dienerin in Schloß Avenel — GERMAINE BAUDOZ, Mezzosopran

Mac-Irton, Friedensrichter — PIERRE HÉLAL, Baß

Ein Bauer — ?

Gabriel — ?


CHŒUR DE PARIS

OECHESTRE SYMPHONIQUE DE PARIS

Dirigent — PIERRE STOLL




Label: ACCORD.

2 CDs; stereo; ADD; Spieldauer: 59:20 / 64:03.

In Jewel-Case mit zwei Booklets, darin unter anderem der vollständige Abdruck des Librettos (französisch).

Zustand: CDs neu / nicht in Folie eingeschweißt.




ZUM WERK


Boïeldieu verarbeitete in seiner Oper Folklore und lyrische Stücke vermischt mit romantischer Phantastik, in dem er die musikalischen Stilmittel der neuen Epoche nutzte. Neben einfachen Strophenliedern wie in Jennys Ballade über die Weiße Frau oder Marguerites sentimentaler Spinnrad-Arie, in welcher die Musik die Bewegungen des Spinnrads abbildet, gibt es raffinierte Ensemble-Szenen wie das Finale des 1. Aktes, wo ein Gewitter im Anzug ist. Stürmisch braust die Musik in chromatischen Tönen und sich verschiebenden Septakkorden, mit den Blitzschlägen des Piccolo und dem Donner der Pauke durchsetzt. Im Finale des 2. Aktes mit der von Mac-Irton geleiteten Versteigerung des Schlosses ist die Dramatik kaum zu überbieten. Während immer höhere Summen geboten werden, steigert sich die Musik mit unwiderstehlicher Kinetik, gefolgt von abruptem Wechsel der Tonart und effektvollen Einsätzen des Chores, wenn etwas Unverwartetes passiert. Die Harfe spielt in der Oper eine wichtige Rolle als Begleiterin der Weißen Dame. Die Holzbläser werden sehr subtil eingesetzt, während die Streicher aus ihrem vollen technischen Repertoire schöpfen. Dadurch erhält die Musik eine wunderbare Farbe und Geschmeidigkeit und sprüht zugleich von einfacher Spontaneität und Raffinierheit.


„La Dame blanche“ weist typische Elemente der Romantik in ihrer gotischen Ausprägung auf, mit einer exotischen schottischen Ortschaft, einem verlorenen Erben, einem mysteriösen Schloss, einem versteckten Schatz und einem guten Geist. Der Stil der Oper beeinflußte die Opern „Lucia di Lammermoor von Gaetano Donizetti, „I Puritani“ von Vincenzo Bellini und „La jolie fille de Perth“ von Georges Bizet. „La Dame blanche“ war einer der ersten Versuche, die Fantasie in die Oper zu bringen. Sie war auch Vorbild für Werke „Robert le diable“ von Giacomo Meyerbeer und „Faust“ von Charles Gounod. Boieldieus Oper hatte großen Erfolg und wurde zum Standardwerk des Opernrepertoires im 19. Jahrhundert in Frankreich und Deutschland. Die Tenorarie von Georges Brown, „Viens, gentille dame”, war schon im damaligen Paris ein Gassenhauer und wird auch heutzutage am häufigsten vorgetragen.




HANDLUNG


Schottland, auf dem Gut und Schloß des Grafen von Avenel, 1759.


ERSTER AKT

Vor dem Pachthof Dicksons. Der junge Offizier Georges Brown kommt ins Dorf Avenel, als beim Pächter Dikson und seiner Frau Jenny die Taufe ihres Sohnes vorbereitet wird. Da der als Pate bestimmte Friedensrichter erkrankt ist, bitten sie George die Patenschaft zu übernehmen. Die Pächtersfrau Jenny singt beim Festmahl die Ballade von der weißen Frau, die im Schlosse spuken soll, und die Brown an manche Vorgänge seiner Jugend erinnert. Der Pächter behauptet, die weiße Frau nicht nur gesehen, sondern sogar einen Beutel voll Gold von ihr erhalten zu haben. Er hat dafür gelobt, allzeit ihrem Rufe zu gehorchen, gerät aber in arge Verlegenheit, als ihm jetzt auf geheimnisvolle Weise ein Brief von ihr in die Hände gelangt, der ihn an sein Gelübde mahnt und auf das Schloß ruft. Diese abenteuerliche Aufforderung lockt den Offizier, der sich bereit erklärt, an Stelle des ängstlichen Pächters dem Ruf der Weißen Dame zu folgen.


ZWEITER AKT

Saal im Schloß des Grafen Avenel. Der Schloßverwalters Gaveston will das alte Schloß versteigern und fordert von Anna Schriftstücke, die ihr die letzte Herrin von Avenel auf dem Totenbette in Verwahrsam gegeben hat. Anna verweigert sie ihm aber. An Stelle des Pächters Dickson meldet sich jetzt Georg Brown zu Gast. Der alten Marguerite fällt seine Ähnlichkeit mit den Avenels auf. Gaveston gewährt ihm nur widerwillig Gastfreundschaft. In der Nacht erscheint Georges das Gespenst der weißen Dame. Es ist Gavestons Mündel Anna. Sie bittet ihn, sich bei der Versteigerung des Schlosses einzufinden und dabei alles zu tun, was ihm geheißen werde. Er verspricht es, denn die Gestalt erzählt ihm von seiner Verwundung auf dem Schlachtfeld, und daß ihn ein fremdes Mädchen dort gepflegt habe. Anna selbst ist diese Pflegerin, und Brown hat sich damals schon in sie verliebt. Am anderen Morgen finden sich alle Dorfleute bei der Versteigerung ein, um zu verhindern, daß das alte Stammschloß in Gavestons Hände gelangt. Obwohl er kein Geld hat, überbietet Georg Brown auf geheimnisvollen Befehl der Weißen Dame den Schloßverwalter.


DRITTER AKT

Ahnensaal des Schlosses. Der neue Schloßherr wird von den Leuten des Dorfes als Retter gefeiert. Lieder aus ihrem Munde erinnern ihn an seine Jugend und er erkennt jetzt auch in Marguerite seine Kinderfrau wieder. Nun erscheint Gaveston, um die Kaufsumme zu fordern. Mit Schuldhaft bedroht, zweifelt Brown an einer glücklichen Lösung. Im letzten Augenblick kommt die weiße Dame mit dem Familienschatz der Avenels zu Hilfe. Gaveston reißt ihr ergrimmt den Schleier vom Gesicht und erkennt sein Mündel Anna. Diese legitimiert Georg Brown durch den Ahnenschatz der Avenels und die ihr anvertrauten Schriftstücke als den echten Sprössling des letzten Schloßherrn. Während Gaveston als entlarvter Erbschleicher Schloß und Gegend wütend verlässt, reicht Georg Brown der wiedergefundenen Pflegerin die Hand zum Ehebunde.


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