KARAJAN : BEETHOVEN 9 SYMPHONIEN NUMBERED AUTOGRAPHED LIMITED EDITION 9LP BOX
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Description
This auction is for a signed 1977 Herbert von Karajan Beethoven 9 Symphonien Limited Edition Box Set. It was made in Germany and features the complete Beethoven Symphonies in a handsome leather box lined with contoured silk. The set also comes with an Herbert von Karajan autograph page, a booklet, and large poster. The condition is excellent to near mint considering the item's age. Winning bidder agrees to add $50 for Shipping. I am selling one other rare von Karajan item at this time. Please visit my other auction.
Diese Auktion bezieht sich auf ein 1977 von Herbert von Karajan Beethoven 9 Symphonien Limited Edition limitiertes Kastenset. Es wurde in Deutschland hergestellt und enthält die kompletten Beethoven-Sinfonien in einer hübschen Lederschachtel mit konturierter Seide. Zum Set gehören außerdem eine Herbert-von-Karajan-Autogrammseite, ein Booklet und ein großes Poster. Der Zustand ist ausgezeichnet bis kurz vor dem postfrischen Alter. Der gewinnende Bieter stimmt zu, $ 50 für den Versand hinzuzufügen. Ich verkaufe zu diesem Zeitpunkt ein weiteres seltenes von Karajan-Exemplar. Bitte besuchen Sie meine andere Auktion.
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Herbert von Karajan
Zur Navigation springenZur Suche springen Herbert von Karajan, 1963 Herbert von Karajan auf dem Flughafen Schiphol, 1963Herbert von Karajan (* 5. April 1908 in Salzburg; † 16. Juli 1989 in Anif, Salzburg; geboren als Heribert Ritter von Karajan, in Österreich ab 1919 amtlich Heribert Karajan)[1] war ein österreichischer Dirigent. Als solcher zählt er zu den bekanntesten und bedeutendsten des 20. Jahrhunderts. Karajan arbeitete mit vielen angesehenen Symphonieorchestern, wirkte an bedeutenden Opernhäusern und veröffentlichte zahlreiche Einspielungen klassischer Musik.
Inhaltsverzeichnis
- 1Familie
- 2Beruflicher Werdegang
- 3Karriere im NS-Staat
- 4Karriere nach dem Zweiten Weltkrieg
- 5Bedeutung
- 6Privatleben
- 7Nachleben
- 8Zitate
- 9Auszeichnungen für Musikverkäufe
- 10Siehe auch
- 11Literatur
- 11.1Bücher
- 11.2Artikel
- 11.3Lexika
- 12Filmografie
- 13Weblinks
- 14Einzelnachweise
Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Wappen der Familie von Karajan, Reichsadelsstand 1792. Herbert von Karajan, 1938 Geburtshaus Herbert von Karajans in Salzburg Statue Herbert von Karajans im Garten seines GeburtshausesHerbert von Karajan stammt aus der Familie von Karajan – einer ursprünglich aus der (damals unter dem Namen Rumelien zum Osmanischen Reichgehörenden, nordgriechischen) Provinz Makedonien stammenden Familie namens Karagiannis (oder Karaioannes) griechischer oder aromunischerHerkunft, die erstmals 1743 in Kozani urkundlich erwähnt ist.[2][3] Er war der Ururenkel des Kaufmanns Georg Karajan, eigentlich Geórgios Ioánnes Karagiánnis, des Inhabers einer Baumwollhandlung im kursächsischen Chemnitz, und Urenkel von Theodor von Karajan. Georg Karajan wurde mit Ehefrau und seinen Söhnen Dimitrios und Theodor am 1. Juni 1792 während des Reichsvikariates durch den sächsischen Kurfürsten Friedrich August III. in den erblichen Reichsadelsstand erhoben. Die Anerkennung dieses Adelsstandes in Österreich erfolgte für dessen Witwe und die Söhne durch Erlass vom 4. Jänner 1832. Theodor von Karajan wurde am 11. Juli 1869 in Wien mit dem Ritterkreuz des Leopold-Ordens ausgezeichnet und aufgrund der Ordensstatuten als „Ritter von Karajan“ in den erblichen österreichischen Ritterstand erhoben. Herbert von Karajans Vater Ernst von Karajan war als Chirurg in Salzburg tätig. Seine Mutter Marta Kosma? entstammte einer slowenischen Familie; ihr Vater Mihael Kosma? war in Mojstrana (heute Stadtteil von Kranjska Gora, deutsch: Kronau) geboren.[4] Herbert hatte einen um zwei Jahre älteren Bruder Wolfgang.
Von der Aufhebung des Adels im Jahr 1919 war auch die (österreichische) Familie von Karajan betroffen, deren Familienname zu Karajan ohne vorangestelltes „von“ wurde. Der Künstler Karajan hatte seinerseits angedroht, in Österreich nicht aufzutreten, wenn sein früheres „von“ auf den Ankündigungsplakaten nicht erscheinen dürfe. Daraufhin wurde ihm Herbert von Karajan als Künstlername zugestanden.[1]
Beruflicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Karajan im Odeon des Herodes Atticus, Athen 19391912 begann Karajan eine pianistische Ausbildung bei Franz Ledwinka. Von 1916 bis 1926 war Karajan Schüler am Konservatorium Mozarteum in Salzburg bei Ledwinka (Klavier), Bernhard Paumgartner (Komposition, Kammermusik) und Franz Sauer, Organist (Harmonielehre). 1925 wurde er Konkneipant der Alldeutschen Gymnasialverbindung Rugia Salzburg im ÖPR[5] und später Alter Herr.[6] 1926 machte er die Matura am Humanistischen Gymnasium in Salzburg. In seiner schriftlichen Arbeit beschäftigte er sich mit Thermodynamik und Explosionsmotoren. Von 1926 bis 1928 studierte er drei Semester lang Maschinenbau an der Technischen Hochschule in Wien, gleichzeitig Musikwissenschaft an der Universität Wien und bis 1929 an der Wiener Akademie für Musik und darstellende Kunst Klavier bei Josef Hofmann (1865–1927) sowie Dirigieren bei Franz Schalk und Alexander Wunderer.
Am 22. Jänner 1929 trat Herbert von Karajan zum ersten Mal öffentlich mit dem Mozarteumorchester in Salzburg auf, worauf der Intendant des Ulmer Stadttheaters Karajan zum Probedirigat einlud.
In Ulm wurde Karajan 1930 Erster Kapellmeister am Stadttheater und beim Philharmonischen Orchester.
Karriere im NS-Staat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der NSDAP trat Karajan in Salzburg am 8. April 1933 bei (Mitgliedsnummer 1.607.525). Diese Mitgliedschaft blieb formell gültig, ruhte aber wegen des ab Juni 1933 geltenden Verbots der NSDAP in Österreich. 1935 trat er erneut in die NSDAP ein, diesmal in Aachen.[7] Im Zuge der Überprüfung der österreichischen Beitritte in der Zentrale der NSDAP in München 1939 wurde die (österreichische) Mitgliedschaft formal für ungültig erklärt und beide mit Beitrittsdatum in Ulm am 1. Mai 1933 ersetzt; seine nun geltende Mitgliedsnummer war 3.430.914.[8][9] Oliver Rathkolb widerspricht jedoch der verbreiteten Einschätzung, dass Karajan nur aus Karrieregründen der NSDAP beigetreten sei. So polemisierte Karajan 1934 in einem Brief an seine Eltern gegen die Wiener Volksoper, wo er nicht dirigieren wolle, da es sich um ein Vorstadttheater ohne Namen handle, „außerdem wird das gesamte Palästina dort gesammelt sein“.[5]
1934 endete sein Vertrag in Ulm, und er sprach bei der Reichsmusikkammer, und zwar dem damaligen Leiter der Konzertabteilung Rudolf Vedder vor. Vedder war eng mit dem Generalmusikdirektor Peter Raabe am Stadttheater Aachen bekannt, und daher wurde in Aachen im April 1934 ein Probedirigat angesetzt. In dessen Folge wurde er 1935 am Stadttheater Aachen der jüngste Generalmusikdirektor Deutschlands. Da auch schon der Dirigent Hans von Benda von Vedder protegiert wurde, hatte Benda wiederum kein Problem damit, Karajan später nach Berlin zu holen.[10]
Während seiner Aachener Zeit trat Karajan auch bald bei Veranstaltungen der Nationalsozialisten auf. So dirigierte er am 20. April 1935 eine Tannhäuser-Vorstellung anlässlich des „Führergeburtstags“, einen KdF-Opernabend (Fidelio) am 30. April. Am 29. Juni 1935 leitete er in einem Konzert zum Kreisparteitag der NSDAP die Aufführung der Propagandawerke Festlicher Hymnus von Otto Siegl, Unsere Seele von Bruno Stürmer sowie Flamme empor und Feier der neuen Front (nach Texten von Baldur von Schirach) von Richard Trunk.[11]
Am 8. April 1938 leitete Karajan als Gast erstmals das Orchester, das er in seinem Leben später noch mehr als 1500 Mal dirigieren sollte: die Berliner Philharmoniker. Auf dem Programm standen Mozarts Sinfonie Nr. 33 KV 319, Ravels Daphnis et Chloé, Suite Nr. 2 und Brahms’ 4. Symphonie.[12]
Herbert von Karajan und Germaine Lubin, 1941Weithin bekannt wurde Karajan, nachdem er am 30. September 1938 in der Berliner Staatsoper mit Beethovens Fidelio debütiert und am 21. Oktober Wagners Tristan und Isolde dirigiert hatte. Nach der Tristan-Aufführung prägte der Kritiker der B.Z. am Mittag, Edwin von der Nüll, am 22. Oktober 1938 das Schlagwort vom „Wunder Karajan“.[13] Urheber der Kritik soll aber nicht von der Nüll gewesen sein, sondern Generalintendant Heinz Tietjen, der Karajans Karriere auf Kosten Wilhelm Furtwänglers fördern wollte.[5]
Ein erster Vertrag mit der Deutschen Grammophon Gesellschaft wurde geschlossen. In der Folge wurde er Dirigent der Staatskapelle Berlin, am 20. April 1939 verlieh ihm Hitler den Titel „Staatskapellmeister“.[14]
Karajan dirigiert in Madrid, 1940Karajan sank aber in der Gunst von Hitler, als er in der von ihm auswendig dirigierten Aufführung von Die Meistersinger von Nürnberg in der Berliner Staatsoper am 2. Juni 1939 falsche Einsätze gegeben haben soll und die Vorstellung mit dem Fallen des Vorhanges unterbrochen werden musste. Karajan selbst sprach in Bezug auf diesen Vorfall vom „dem Alkohol zugeneigten“ Sänger Rudolf Bockelmann, der die zweite Strophe ausgelassen hatte, worauf er improvisieren musste und den Umständen entsprechend noch elegant aus der Situation herausgekommen sei.[15] Jedenfalls entschied Hitler daraufhin, so in den Erinnerungen von Winifred Wagner, dass Karajan niemals bei den Bayreuther Festspielen dirigieren dürfe. Da er jedoch der Favorit von Göring war, leitete er weiterhin die Staatskapelle Berlin, mit der er in der Staatsoper bis 1944 etwa 150 Abende gestaltete.
Karajan dirigierte auch Konzerte in den von der deutschen Wehrmacht besetzten Gebieten, so in Paris vom 16. bis 19. Dezember 1940 mit dem Ensemble des Aachener Theaters und im Mai 1941 im Rahmen eines Gastspieles der Berliner Staatsoper mit Tristan. 1942 wurde Karajans Vertrag an der Staatsoper von Tietjen nicht verlängert. Als Grund gab Tietjen an, dass Karajan maßlose Forderungen gestellt habe. Noch 1943 wurde in einer Kartei der Reichsmusikkammer vermerkt, dass bezüglich Karajans politischer Einstellung laut Reichssicherheitshauptamt keine „nachteiligen Notierungen in politischer Hinsicht“ vorliegen würden. Auch seine Heirat mit der „Vierteljüdin“ Anita Gütermann veranlasste das NS-Regime zu keiner Änderung dieser Einschätzung.[5]
Am 19. und 20. April 1944 leitete er aus Anlass von Hitlers Geburtstag das Orchester von Radio Paris im Théâtre des Champs-Élysées. In der Endphase des Zweiten Weltkriegs wurde er im August 1944 in die von Hitler genehmigte Gottbegnadeten-Liste der wichtigsten Dirigenten aufgenommen, was ihn vor einem Kriegseinsatz, auch an der Heimatfront, bewahrte.[16] Im selben Jahr begann Karajan eine Anstellung beim Reichs-Bruckner-Orchester in Linz. Noch im Dezember 1944 sollte das Orchester zu „Ehren des Führers“ zum besten Orchester des Deutschen Reichs gemacht werden, bevor das Kriegsende dieser Vorstellung ein Ende setzte.[5]
Am 18. Februar 1945 gab Karajan ein letztes Konzert mit der Staatskapelle in Berlin und setzte sich danach mit dem Flugzeug nach Italien ab. Das Kriegsende verbrachte er zusammen mit seiner damaligen Frau Anita in Mailand und am Comer See, wo er mit Hilfe des Generalbevollmächtigten für Italien Hans Leyers sich – so sagte er – „versteckte, um einem Einberufungsbefehl zu der Kampfpropagandatruppe ‚Südstern‘ zu entgehen“.[17]
Karriere nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Edward Astley, der als britischer Offizier im Intelligence Corps in Mailand und Triest teilweise englischsprachige Radiosender sowie in Triest auch das örtliche Theater leitete, beschäftigte Karajan unmittelbar nach Kriegsende und setzte sich für dessen Engagement bei den Wiener Philharmonikern ein.[18] Karajans Entnazifizierungsverfahren wurde ohne schriftliche Belege abgeschlossen, Karajan habe „genug gelitten“ und habe immer nur für die Musik gelebt.[5] Am 12. Januar 1946 gab er in Wien sein erstes Konzert nach Kriegsende, wurde jedoch daraufhin von der sowjetischen Besatzungsmacht wegen seiner NSDAP-Mitgliedschaft mit Berufsverbot belegt; dieses wurde 1947 wieder aufgehoben.
1948 wurde Karajan Direktor und Ehrenmitglied, 1949 Mitglied auf Lebenszeit der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Mit der Aufnahme bei den Musikfreunden begann seine eigentliche Karriere. Ebenfalls 1948 debütierte er an der Mailänder Scala und war dort ständiger Gast als Dirigent und Regisseur von 1948 bis 1968.
1951 dirigierte er erstmals bei den Bayreuther Festspielen, kehrte aber nach 1952 nicht mehr nach Bayreuth zurück, weil er Wieland Wagners Regiestil mit seiner Auffassung für unvereinbar hielt. 1955 wurde er Nachfolger von Wilhelm Furtwängler und Sergiu Celibidache als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker.
Im Dezember 1954, kurz nach Furtwänglers Tod, hatte Berlins Kultursenator Joachim Tiburtius bei Karajan angefragt, ob dieser die noch zu Furtwänglers Lebzeiten für den März 1955 terminierte USA-Tournee der Berliner Philharmoniker übernehmen könne. Karajan antwortete: „Mit tausend Freuden, aber nur als designierter Nachfolger und künstlerischer Leiter“.[19] Als Karajan 1955 die Berliner Philharmoniker in New York dirigierte, kam es zu dramatischen Demonstrationen gegen Deutschland und Karajan. Von seinem 1956 auf Lebenszeit[20] abgeschlossenen Vertrag mit den Berliner Philharmonikern trat er im April 1989 zurück, da ihm die finanzielle Förderung durch die Stadt und seine Kompetenzen nicht mehr ausreichten.[21]
Zugleich war er von 1957 bis 1964 künstlerischer Leiter der Wiener Staatsoper, wo er entscheidend zum Weltruhm des Hauses beitrug und viele wichtige Sänger erstmals an das Haus holte. Als die Bundestheaterverwaltung in einem Arbeitskonflikt die Operndirektion überging, schrieb er am 7. Februar 1962 einen ersten Rücktrittsbrief. Nach einem zweiten Konflikt, an dem Karajans Ko-Direktor Egon Hilbert, das Unterrichtsministerium, die Bundestheaterverwaltung, der Gewerkschaftspräsident, der Bundeskanzler und am Ende der Verwaltungsgerichtshof beteiligt waren, demissionierte Karajan am 11. Mai 1964 endgültig. Im Herbst 1963 hatte Karajan für die Übernahme von Giacomo Puccinis La Bohème einen in der italienischen Oper üblichen Maestro suggeritore engagieren wollen. Die Gewerkschaft wollte die Arbeitserlaubnis für den fälschlich so bezeichneten „ausländischen Souffleur“ verhindern.
Neben den Hauptwerken des klassisch-romantischen Repertoires widmete sich Herbert von Karajan auch immer wieder der Pflege von Raritäten und Erst- bzw. Uraufführungen. Stellvertretend seien hier genannt:
Orfeo ed Euridice von Christoph Willibald Gluck, die erste Opernaufführung in der Salzburger Felsenreitschule, 1948 Trionfi von Carl Orff, Uraufführung, Mailand, Teatro alla Scala, 1953 Mord in der Kathedrale von Ildebrando Pizzetti, deutschsprachige Erstaufführung, Wiener Staatsoper, 1960 L’incoronazione di Poppea von Claudio Monteverdi (in der Bearbeitung von Erich Kraack), Erstaufführung, Wiener Staatsoper, 1963 De temporum fine comoedia von Carl Orff, Uraufführung, Salzburg, 1973Im Jahre 1960 leitete Herbert von Karajan in Salzburg die Eröffnungspremiere des Großen Festspielhauses (Der Rosenkavalier von Richard Strauss).
Nach Auslaufen seines Vertrags als künstlerischer Leiter der Salzburger Festspiele (1956–1960) spielte er weiterhin als Dirigent und später als Mitglied des Direktoriums, dem er von 1964 bis 1988 angehörte, eine wichtige Rolle in der Programmgestaltung.
1967 gründete er die Salzburger Osterfestspiele, die er bis zu seinem Tod leitete: Jedes Jahr erarbeitete er dort eine Opernneuproduktion mit den Berliner Philharmonikern, die dafür vom Berliner Senat freigestellt wurden. In diesem Zusammenhang gründete er die Pfingstkonzerte Salzburg.
Im Jahre 1977 kehrte Karajan an die Wiener Staatsoper zurück, wo er Il trovatore, La Bohème und Le nozze di Figaro und in den Folgejahren Don Carlos dirigierte. Am 12. Mai 1978 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Salzburg verliehen.
Ab Mitte der 1970er-Jahre wurde er zunehmend von gesundheitlichen Problemen geplagt, was ihn nicht daran hinderte, weiterhin Tourneen in alle Welt zu unternehmen.
Die Übertragung von Falstaff im Jahr 1982 war die erste Live-Übertragung einer Opernaufführung der Salzburger Festspiele; in den Folgejahren wurden auch Der Rosenkavalier (1984, eine Neueinstudierung der Eröffnungsinszenierung), Don Carlos (1986) und Don Giovanni (1987) live übertragen.
Im Jahre 1985 dirigierte Herbert von Karajan eine Aufführung von Mozarts Krönungsmesse im Petersdom in Rom im Rahmen eines von Papst Johannes Paul II. zelebrierten Hochamtes. Im Jahre 1987 leitete er das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker.[22]
Herbert von Karajan trat bei Konzerten gelegentlich auch als Pianist in Erscheinung, Werke des Barock dirigierte er oft auch vom Cembalo aus, etwa Die vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldimit Anne-Sophie Mutter bei der Eröffnung des Kammermusiksaals der Berliner Philharmonie.
Karajan war Gründungsmitglied der Paul-Hindemith-Gesellschaft in Berlin. Er war auch stark an den Techniken der Musikreproduktion interessiert und legte sehr viel Wert auf die Berichterstattung der Medien über klassische Musik. Darüber hinaus förderte er zahlreiche künstlerische Karrieren, wie z. B. die von Hildegard Behrens, Christoph Eschenbach, Anne-Sophie Mutter, Jewgeni Igorewitsch Kissin, Mirella Freni, Agnes Baltsa, José Carreras u. v. a.
Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Karajan hat als Dirigent mehr Einspielungen auf Ton- und Bildträger vorgelegt als die meisten seiner Kollegen. Er spielte etwa 700 Werke von rund 130 Komponisten ein, weltweit wurden an die 300 Millionen Tonträger mit seinem Namen verkauft. Die Deutsche Grammophon (DG), Karajans Haus-Label seit den 1960er-Jahren, machte mit ihm bis zum Jahr 2008 ein geschätztes Drittel ihres Umsatzes.[23]
Aus der Zeit von 1938 bis 1945 gibt es einige Aufnahmen mit der Staatskapelle Berlin, etwa die Ouvertüre zur Zauberflöte vom Dezember 1938 oder Die Moldau vom Juni 1941. Im September 1944 wurde mit der Rundfunkaufnahme von Bruckners 8. Sinfonie mit der Staatskapelle Berlin eine der ersten deutschen Stereoeinspielungen hergestellt, von der sich der letzte Satz erhalten hat. 1946 startete er durch Vermittlung von Walter Legge bei der britischen Columbia (EMI) eine erste große Serie von Schallplattenaufnahmen mit dem neu gegründeten Philharmonia Orchestra. Ab Mitte der 1950er- bis Anfang der 1960er-Jahre nahm er auch bei Decca in London auf, ab 1959 hauptsächlich bei Deutsche Grammophon, und seit den 1970er Jahren erneut auch bei EMI.[24] Das Standardrepertoire nahm er so bis zu fünfmal auf, und die Zahl der Aufnahmen steht nach Ansicht vieler Kritiker nicht immer im Verhältnis zu ihrer künstlerischen Leistung. Seine 1982 gegründete Firma Telemondial hatte den Zweck, sein „Vermächtnis“ auch im Bild festzuhalten; es entstanden Bild- und Tonaufnahmen, in denen Karajan zum Teil auch die Bildregie bestimmte.
Karajans Musizierstil war meist (abgesehen von seiner frühen Zeit bei der EMI) akademisch, ohne große Wagnisse; er legte jedoch größten Wert auf den Klang. Sein Ideal war ein „entmaterialisierter“, geglätteter, „stromlinienförmiger“ Klang, der alle Körperlichkeit und Ansatzgeräusche bei der Tonbildung vermeidet. Das führte bei klangsinnlichen Werken wie solchen des Impressionismus oder auch bei Jean Sibelius zu beeindruckenden Ergebnissen. Nach Angabe von Sibelius’ Tochter hielt ihr Vater Karajan für den Dirigenten seiner Generation, der die größte Einfühlung in Sibelius’ Musik aufgebracht habe.[25] In Bezug auf dieses Repertoire gilt Karajan, neben Leopold Stokowski, als einer der größten „Klangmagier“ überhaupt. Im klassisch-romantischen Repertoire wurde sein Klangideal hingegen häufig als oberflächlich poliert kritisiert. Nicht unumstritten sind seine Bruckner- und Mahler-Aufnahmen. Igor Strawinsky bezweifelte öffentlich, dass „der Sacre zufriedenstellend aufgeführt werden kann in den Traditionen von Herrn von Karajan“.[26] Seine letzte Aufnahme war Bruckners 7. Sinfonie mit den Wiener Philharmonikern, zugleich ein Live-Mitschnitt seines letzten öffentlichen Auftretens im Wiener Musikvereinssaal am 23. April 1989.[27]
1968 veranlasste Herbert von Karajan die Gründung der Berliner Herbert Von Karajan-Stiftung. Startkapital waren 100.000 DM.[28] Ziel der Stiftung ist die Förderung junger Künstler, insbesondere junger Dirigenten sowie die Förderung wissenschaftlicher Untersuchungen auf dem Gebiet der Musik-Psychologie.[29] Bis 2002 war der Sitz der Stiftung Berlin, seitdem ist es Köln.[30]
Sein bedingungsloses Perfektionsstreben und sein Interesse an spieltechnischen, akustischen und aufnahmetechnischen Fragen, an Bauakustik und Problemen der Hörpsychologie führten ihn in der Zeit, da er dem Festspieldirektorium in Salzburg angehörte, zur Gründung der Herbert-von-Karajan-Stiftung[31] mit Sitz in Salzburg, die zwischen 1970 und 1976 etwa zwanzig musikpsychologische Publikationen herausbrachte.[32] Zwar ist der Stiftungssitz Salzburg, aber die Stiftung befindet sich auch in Köln.[33]
Das Oesterreichische Musiklexikon erwähnt die Gründung einer Stiftung Herbert von Karajan für die Durchführung der Osterfestspiele in Salzburg schon 1969.[34]
Von 1995 bis Ende 2006 gab es in Wien ein „Herbert von Karajan Centrum“, das neben dem Verkauf von Produkten des Karajan-Repertoires ein Karajan-Archiv präsentierte und gelegentlich auch Konzerte und Vorträge zu seinem Gedenken veranstaltete. Aus Anlass des zehnjährigen Bestandes dieser Einrichtung brachte die Österreichische Post 2005 eine Sonderbriefmarke heraus.[35]
Seit 2005 gibt es in Salzburg das Eliette und Herbert von Karajan Institut, das seit 2007 das Karajan-Archiv aus dem ehemaligen Wiener „Karajan Centrum“ nunmehr der Öffentlichkeit zugänglich macht.[36]
Karajan erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. 1961 das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst; 1978 wurde er Ehrenbürger der Stadt Wien. Seit 1997 finden im Festspielhaus Baden-Baden die „Herbert von Karajan Pfingstfestspiele“ statt. Seit 2003 wird ebenfalls in Baden-Baden der Herbert-von-Karajan-Musikpreis verliehen.
Akio Morita, Chef und Gründer von Sony, war ein Freund klassischer Musik und Verehrer Karajans. Er investierte erheblich in das neue Medium CD. So entstand in der Kapelle auf Karajans Anwesen das seinerzeit fortschrittlichste Aufnahmestudio der Welt. Fast alle heute bekannten digitalen Aufnahmen von Karajan entstanden abwechselnd in der Berliner Philharmonie bzw. im Wiener Musikvereinssaal. Karajan arbeitete von den 1970er-Jahren an mit dem Toningenieur Günter Hermanns zusammen, der alle seine späten Aufnahmen bei der DG betreute. Diese Aufnahmen wurden abwechselnd mit den Wiener und den Berliner Philharmonikern erstellt. Viele Kritiker warfen Karajan in späten Jahren vor, sich vor allem auf Klangqualität zu konzentrieren. Karajan war kein großer Wiederholer bei Aufnahmen und musste oft von seinem Produzenten überredet werden, bestimmte Passagen, die weniger gelungen waren, neu aufzunehmen. Karajan hatte immer das Gesamtklangbild im Vordergrund, verlor sich nicht in Einzelheiten, was ihm in späteren Jahren Kritiken über seinen „Hochglanzklang“ einbrachte. Dies konnte jedoch nicht sein unglaubliches musikalisches Gedächtnis, seine immense Musikalität, fachliche Souveränität und seinen Sinn für ästhetische Klangdramatik vergessen machen. Karajan trieb die Musiker und Tontechniker hierbei an, um den „perfekten“ Klang aufzunehmen: Frei von Ansatzgeräuschen, rauschfrei, jede Stimme, jedes Instrument sollte klar erkennbar sein und lebendig klingen. In einem während dieser Aufnahmen entstandenen Dokumentarfilm kommen auch Musiker und Tontechniker zu Wort, die sich wenig begeistert über die Akribie Karajans äußern.
Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Herbert von Karajan war dreimal verheiratet, in erster Ehe mit der Sopranistin (am Freiburger Theater) Elmy (von Karajan-)Holgerloef (Heirat am 26. Juli 1938), in zweiter Ehe mit Anna Maria („Anita“) Gütermann, Erbin der Nähseidenfirma Gütermann (Heirat am 22. Oktober 1942), und in dritter Ehe (1958) mit Eliette Mouret (* 1939). Aus dieser Ehe gingen die Töchter Isabel (* 1960) und Arabel (* 1964) hervor. Für beide Töchter übernahmen Orchester, die mit Karajan verbunden waren, die Patenschaft, die Wiener Philharmoniker für Isabel und die Berliner Philharmoniker für Arabel.
Seine technischen Interessen erstreckten sich nicht nur auf die Aufnahmetechnik. Er war ein Freund schneller Autos und gehörte als langjähriger Porsche-Fahrer zu dem geringen Kreis Prominenter, die den auf weniger als 300 Exemplare limitierten Porsche 959 erhielten – sogar gleich zweimal.
„Mit dem ersten hatte ich keine Probleme, da er abbrannte.“
– Herbert von KarajanDaneben besaß er eine Privatpilotenlizenz und flog seine Cessna häufig selbst. Später erwarb er zusätzlich die entsprechende Musterberechtigung und flog eine Dassault Falcon 10 (Mystère 10). Auch Segeln auf größeren Yachten gehörte zu seinen Freizeitbeschäftigungen. Meist wurden diese Aktivitäten – gewollt – medial begleitet.
Herbert von Karajan starb am 16. Juli 1989 in Anif an einem Herzinfarkt nach einer Besprechung mit Sony-Chef Norio ?ga. Am Vormittag hatte er noch eine Probe zu Un ballo in mascherageleitet. Am nächsten Tag wurde er entsprechend seiner Verfügung ohne Benachrichtigung der Nachwelt auf dem Ortsfriedhof von Anif beerdigt. Sein Nachlassvermögen wurde auf mehr als eine halbe Milliarde D-Mark (etwa 256 Mio. Euro) geschätzt.[23]
Nachleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Österreichische 5-Euro-Münze (2008)In Salzburg wurde der ehemalige Sigmundsplatz zum Herbert-von-Karajan-Platz umbenannt.[37] Am 19. September 1996 wurde der Bereich neben der Wiener Staatsoper – an der Kärntner Straße zwischen Opernring und Philharmonikerstraße (? Hotel Sacher) – als Herbert-von-Karajan-Platz benannt.[38]
In Berlin-Tiergarten wurde die Matthäikirchstraße, an der die Philharmonie liegt, in Herbert-von-Karajan-Straße umbenannt.
Am Flughafen Salzburg wurde ein Terminal nach dem flugbegeisterten Dirigenten Herbert-von-Karajan-General-Aviation-Terminal benannt.[39]
Am 13. Juni 1991 erschien die Österreichische 500-Schilling-Gedenkmünze[40] Herbert Karajan in Silber in einer Auflage von 350.000 Stück. Sie zeigt auf der Vorderseite das Porträt des berühmten Dirigenten sowie seinen Namen in Form seiner Signatur. Auf der Rückseite ist das Festspielhaus Salzburg abgebildet.
Am 26. September 2007 wurde der Asteroid (6973) Karajan nach ihm benannt.
Am 16. Juli 1999, genau zehn Jahre nach Karajans Tod, erinnerte Claudio Abbado, Karajans Nachfolger als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, im Salzburger Dom mit einer Aufführung von Mozarts Requiem an seinen Vorgänger.
Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
„Wenn ich so viel innerlich noch zu sagen habe, und mein Körper verweigert mir seine Dienste – dann hat die Natur mir einen anderen Körper zu verschaffen.“[41]
„Jede künstlerische Leistung ist ein Sieg über die menschliche Trägheit.“[42]
„Wer die Form zerstört, beschädigt auch den Inhalt.“[43]
„Frauen gehören nicht ins Sinfonieorchester, sondern an den Herd.“[44] – ein Ausspruch, der angesichts von Karajans Einsatz für die Klarinettistin Sabine Meyer kaum als ernst gemeint zu verstehen ist.
Herbert von Karajan
From Wikipedia, the free encyclopedia Jump to navigationJump to search Herbert von Karajan in 1938Herbert von Karajan (German: [?h??b??t f?n ?kara?jan] (listen); born Heribert Ritter von Karajan; 5 April 1908 – 16 July 1989) was an Austrian conductor. He was principal conductor of the Berlin Philharmonic for 35 years. Generally regarded as one of the greatest conductors of the 20th century, he was a dominant figure in European classical music from the mid-1950s until his death.[1] Part of the reason for this was the large number of recordings he made and their prominence during his lifetime. By one estimate he was the top-selling classical music recording artist of all time, having sold an estimated 200 million records.[2]
Contents
- 1Biography
- 1.1Genealogy
- 1.2Early years
- 1.3Nazi Party membership
- 1.4Postwar years
- 1.5Berlin appointment
- 1.6Last years
- 2Musicianship
- 3Awards and honours
- 4Notes
- 5References
- 6Bibliography
- 7External links
Biography[edit]
Genealogy[edit]
Karajan family arms, granted in 1792The Karajans were of Greek[3][4][5][6][7][8] or Aromanian[9] ancestry. His great-great-grandfather, Georg Karajan (Geórgios Karajánnis, Greek: ???????? ???????????), was born in Kozani, in the Ottoman province of Rumelia (now in Greece), leaving for Vienna in 1767, and eventually Chemnitz, Electorate of Saxony.[10] He and his brother participated in the establishment of Saxony's cloth industry, and both were ennobled for their services by Frederick Augustus IIIon 1 June 1792, thus adding the prefix "von" to the family name. This usage disappeared with the abolishment of Austrian nobility after World War I. The surname Karajánnis became Karajan.[11] Although traditional biographers ascribed a Slovak and Serbian or simply a Slavic origin to his mother,[12] Karajan's family from the maternal side, through his grandfather who was born in the village of Mojstrana, Duchy of Carniola (today in Slovenia), was Slovene.[11][12][13] By this line, Karajan was related to Austrian composer of Slovene descent Hugo Wolf.[14] Karajan seems to have known some Slovene.[11][12]
Early years[edit]
Herbert von Karajan's parents, Ernst and Marta (née Kosma?)Karajan was born in Salzburg, Austria-Hungary, as Heribert Ritter von Karajan.[15] He was a child prodigy at the piano.[16] From 1916 to 1926, he studied at the Mozarteum in Salzburg with Franz Ledwenke, theory with Franz Zauer, and composition with Bernhard Paumgartner. He was encouraged to concentrate on conducting by Paumgartner, who detected his exceptional promise in that regard. In 1926 Karajan graduated from the conservatory and continued his studies at the Vienna Academy, studying piano with Josef Hofmann (a teacher with the same name as the pianist) and conducting with Alexander Wunderer and Franz Schalk.[17]
In 1929, he conducted Salome at the Festspielhaus in Salzburg and from 1929 to 1934 Karajan served as Kapellmeister at the Stadttheater in Ulm. His senior colleague in Ulm was Otto Schulmann. After Schulmann was forced to leave Germany in 1933, Karajan became first Kapellmeister. In 1933 Karajan made his conducting debut at the Salzburg Festival with the Walpurgisnacht Scene in Max Reinhardt's production of Faust. It was also in 1933 that von Karajan became a member of the Nazi party, a fact for which he would later be criticised.[1]
In Salzburg in 1934, Karajan led the Vienna Philharmonic for the first time, and from 1934 to 1941, he was engaged to conduct operatic and symphony-orchestra concerts at the Theater Aachen.
Karajan's career was given a significant boost in 1935 when he was appointed Germany's youngest Generalmusikdirektor and performed as a guest conductor in Bucharest, Brussels, Stockholm, Amsterdam and Paris.[18] In 1938 Karajan made his debut with the Berlin Philharmonic and the Berlin State Opera, conducting Fidelio. He then enjoyed a major success at the State Opera with Tristan und Isolde. His performance was hailed by a Berlin critic as Das Wunder Karajan (the Karajan miracle). The critic asserted that Karajan's "success with [Richard] Wagner's demanding work Tristan und Isolde sets himself alongside [Wilhelm] Furtwängler and Victor de Sabata, the greatest opera conductors in Germany at the present time".[19] Receiving a contract with Deutsche Grammophon that same year, Karajan made the first of numerous recordings, conducting the Staatskapelle Berlin in the overture to The Magic Flute. On 26 July 1938, he married operetta singer Elmy Holgerloef. They divorced in 1942.
On 22 October 1942, at the height of the Second World War, Karajan married his second wife, Anna Maria "Anita" Sauest, born Gütermann. She was the daughter of a well-known manufacturer of yarn for sewing machines. Having had a Jewish grandfather, she was considered a Vierteljüdin (one-quarter Jewish woman). By 1944, Karajan was, according to his own account,[citation needed] losing favour with the Nazi leadership, but he still conducted concerts in wartime Berlin on 18 February 1945. A short time later, in the closing stages of the war, he and Anita fled Germany for Milan, relocating with the assistance of Victor de Sabata.[15][20] Karajan and Anita divorced in 1958.
Nazi Party membership[edit]
Herbert von Karajan conducting in 1941Karajan joined the Nazi Party in Salzburg on 8 April 1933, but in June of that year the party was outlawed in Austria. In 1939, after the Anschluss, Austrian party memberships were verified by the general office of the Nazi Party, and Karajan's was declared invalid, possibly because he had also signed up in Aachen, Germany.[21][22][23] British musicologist and critic Richard Osborne:
What are the facts? First, though Karajan was nominated for membership in the as yet unbanned party in Salzburg in April 1933, he did not collect his card, sign it, or pay his dues, though the registration itself (no. 1607525) got onto the files and crops up in many memoranda and enquiries thereafter. Secondly, he did not join the party on 1 May 1933 despite prima facie evidence to the contrary. In the first place, the membership no. 3430914 is too high to belong to that date. The highest number issued before the freeze on membership, which lasted from May 1933 to March 1937, was 3262698. During the freeze, however, various functionaries, diplomats, and others were issued cards bearing an NG, or Nachgereichte [post-credited], designation. These cards were, by convention, backdated to the start of the freeze: 1 May 1933. Karajan's Aachen membership was an NG card, and its number accords with batches issued in 1935, the year Karajan had always identified as the one in which he was asked to join the Party.[24]
Karajan's prominence increased from 1933 to 1945, which has led to speculation that he joined the Nazi Party solely to advance his music career. Critics such as Jim Svejda[citation needed] have pointed out that other prominent conductors, such as Arturo Toscanini, Otto Klemperer, Erich Kleiber, and Fritz Busch, fled Germany or Italy at the time. Richard Osborne noted that among the many significant conductors who continued to work in Germany throughout the war years—Wilhelm Furtwängler, Carl Schuricht, Karl Böhm, Hans Knappertsbusch, Clemens Krauss and Karl Elmendorff—Karajan was one of the youngest and thus one of the least advanced in his career.[25] Karajan was allowed to conduct various orchestras and was free to travel, even to the Netherlands to conduct the Concertgebouw Orchestra and make recordings there in 1943.[26]
Postwar years[edit]
Karajan was discharged by the Austrian denazification examining board on 18 March 1946, and resumed his conducting career shortly thereafter.[27] Therefore, years later former German Chancellor Helmut Schmidt could say about Karajan's Nazi party membership card: "Karajan was obviously not a Nazi. He was a Mitläufer."[28]
In 1946, Karajan gave his first post-war concert in Vienna with the Vienna Philharmonic, but he was banned from further conducting activities by the Soviet occupation authorities because of his Nazi party membership. That summer he participated anonymously in the Salzburg Festival.
On 28 October 1947, Karajan gave his first public concert following the lifting of the conducting ban. With the Vienna Philharmonic and the Gesellschaft der Musikfreunde, he performed Johannes Brahms' A German Requiem for a gramophone production in Vienna.[29]
In 1949, Karajan became artistic director of the Gesellschaft der Musikfreunde, Vienna. He also conducted at La Scala in Milan. His most prominent activity at this time was recording with the newly formed Philharmonia Orchestra in London, helping to build them into one of the world's finest. Starting from this year, Karajan began his lifelong attendance at the Lucerne Festival.[30]
In 1951 and 1952, he conducted at the Bayreuth Festspielhaus.
Berlin appointment[edit]
In 1956, he was appointed principal conductor for life of the Berlin Philharmonic as successor to Wilhelm Furtwängler.[31] Upon arriving in New York City for a concert at Carnegie Hall in 1955, Karajan and the Berlin Philharmonic found protests outside from those still seeing the two as being too near the Nazis. Reviews of the concert that night were incredible and quieted most of the protesters. From 1957 to 1964, he was artistic director of the Vienna State Opera. Karajan was closely involved with the Vienna Philharmonic and the Salzburg Festival, where he initiated the Easter Festival, which would remain tied to the Berlin Philharmonic's Music Director after his tenure.
Karajan in Schiphol, 1963On 6 October 1958, he married his third wife, French model Eliette Mouret [de]; they became parents of two daughters, Isabel and Arabel.
In February 1983, a bronze bust of Karajan was unveiled in the foyer of the newly built State Theatre in Berlin. Two months later, his first wife, Elmy Karajan-Holgerloef, died of heart failure.[32] A statement from his Salzburg office stated that he was "very shocked, affected, and deeply upset by the news. He had never forgotten her; she had been a part of his life".[This quote needs a citation] Karajan did not, however, attend her funeral in Aachen.
Last years[edit]
In his later years, Karajan suffered from heart and back problems, needing surgery on the latter. Karajan resigned as the Principal Conductor of the Berlin Philharmonic on 24 April 1989.[33] His last concert was Bruckner's 7th Symphony with the Vienna Philharmonic. He died of a heart attack at his home in Anif on 16 July 1989 at the age of 81.[1]
Karajan read the works of Father Hugo Enomiya-Lassalle on Zen Buddhism.[citation needed] He became a practitioner of Zen Buddhism. He believed strongly in reincarnation and said that he would like to be reborn as an eagle so he could soar over his beloved Alps.[1] Even so, on 29 June 1985, he conducted Wolfgang Amadeus Mozart's Coronation Mass during a Mass celebrated by John Paul II in St. Peter's Basilica, on the Feast of Sts. Peter and Paul, and received Holy Communion from the hand of the Pope with his wife and daughters.[34] By the end of his life he had reconciled with the Catholic Church, and requested a Catholic burial.[35]
Musicianship[edit]
External audio You may hear Herbert von Karajan performing Wolfgang Amadeus Mozart's Requiem Mass in D minor K. 626 with the Vienna Philharmonic Orchestra and Leontyne Price, Fritz Wunderlich, Eberhhard Wachter, Hilde Rossel-Majdan, Walter Berry in 1960Here on archive.orgThere is widespread agreement that Karajan had a special gift for extracting beautiful sounds from an orchestra. Two reviews from the Penguin Guide to Compact Discs illustrate the point.
- Concerning a recording of Wagner's Tristan und Isolde (1971-72 studio recording), a canonical Romantic work, the Penguin authors wrote, "Karajan's is a sensual performance of Wagner's masterpiece, caressingly beautiful and with superbly refined playing from the Berlin Philharmonic".[36]
- About Karajan's recording of Haydn's "Paris" symphonies, the same authors wrote, "big-band Haydn with a vengeance ... It goes without saying that the quality of the orchestral playing is superb. However, these are heavy-handed accounts, closer to Imperial Berlin than to Paris ... the Minuets are very slow indeed ... These performances are too charmless and wanting in grace to be whole-heartedly recommended."[citation needed][37]
The same Penguin Guide nevertheless gives the highest compliments to Karajan's recordings of the two Haydn oratorios, The Creation and The Seasons.[38] Haydn scholar H. C. Robbins Landon, who wrote the notes for Karajan's recordings of Haydn's 12 London symphonies, states that Karajan's recordings are among the finest he knows.[citation needed]
Karajan conducted and recorded prolifically, mainly with the Berlin Philharmonic and the Vienna Philharmonic. Although he conducted other orchestras (including the NHK Symphony Orchestra, the New York Philharmonic, the Concertgebouw Orchestra, the Orchestre de Paris, the Orchestra of Teatro alla Scala, Milan and the Staatskapelle Dresden), the vast majority of his recordings were made with the Berlin and Vienna orchestras with which he was most associated. He also left a considerable legacy of recordings with the Philharmonia Orchestra, his last performance being in 1960.[39] Although he made recordings with several labels, notably EMI, it is Deutsche Grammophon with which he became most associated. He made 330 recordings with the label during his career.[40]
Two of Karajan's interpretations were popularized through their inclusion in the soundtrack for the film 2001: a Space Odyssey. Most famously, the version of Johann Strauss' The Blue Danubewhich is heard during the film's early outer space scenes is that of Karajan conducting the Berlin Philharmonic. Second, the version of Richard Strauss' Also Sprach Zarathustra which is used in the film is that of Karajan conducting the Vienna Philharmonic.[41][a]
During Karajan's lifetime, the public often associated him with the works of Beethoven. Karajan recorded four complete Beethoven symphony cycles,[42] first with the Philharmonia Orchestra for Angel in 1951 to 1955,[43] and then three times with the Berlin Philharmonic Orchestra for Deutsche Grammophon in 1961/62,[44] 1975/76,[45] and from 1982 to 1984.[46]
Among 20th-century musical works, Karajan had a strong preference for conducting and recording works from the first half of the century, by such composers as Mahler, Schoenberg, Berg, Webern, Bartók, Sibelius, Richard Strauss, Puccini, Honegger, Prokofiev, Debussy, Ravel, Hindemith, Nielsen and Stravinsky. Indeed, his performances of works written post-1950 were rare. A notable exception was Shostakovich's Tenth Symphony, written in 1953, which he performed many times and recorded twice. He and Shostakovich met during a tour with the Berlin Philharmonic culminating in Moscow in May 1969[47] and Karajan had stated in an interview with the German TV-channel ZDF in 1983 that if he had been a composer instead of conductor, his music would have sounded similar to Shostakovich's. Despite those sentiments, Karajan's Shostakovich performances and recordings were restricted to the Tenth Symphony only. Karajan conducted the Berlin Philharmonic in Hans Werner Henze's Sonata per Archi (1958) and Antifone (1960), the only Henze works he ever performed. In 1960 he performed Ildebrando Pizzetti's opera Assassinio nella cattedrale written two years before. Karajan premieres were also rare: he premiered Carl Orff's De temporum fine comoedia in 1973 with the Cologne Radio Symphony Orchestra.
The New York Times writer John Rockwell wrote in 1989: "He had a particular gift for Wagner and above all for [Anton] Bruckner, whose music he conducted with sovereign command and elevated feeling."[1]
Awards and honours[edit]
Statue of Karajan in the garden of his birthplace in SalzburgKarajan was the recipient of multiple honours and awards. He became a Grand Officer of the Order of Merit of the Italian Republic on 17 May 1960[48] and in 1961, he received the Austrian Medal for Science and Art.[citation needed] He also received the Grand Merit Cross (Grosses Bundesverdienstkreuz) of the Order of Merit of the Federal Republic of Germany.
In 1977 he was awarded the Ernst von Siemens Music Prize. On 21 June 1978 he received the honorary degree of Doctor of Music from Oxford University.[49]He was honored with Médaille de Vermeil from the Académie française in Paris,[50] the Gold Medal of the Royal Philharmonic Society in London,[51] the Olympia Award of the Onassis Foundation[52] and the UNESCO International Music Prize.[53] He received two Gramophone Awards for recordings of Mahler's Ninth Symphony and the complete Parsifal recordings in 1981. He received the Eduard Rhein Ring of Honor from the German Eduard Rhein Foundation in 1984.[54]He was voted into the inaugural Gramophone Hall of Fame in 2012.[55] He has received the Picasso Medal from UNESCO.
From 2003 to 2015, the Festspielhaus Baden-Baden awarded the annual Herbert von Karajan Music Prize in recognition of excellence in musical achievements.[56] In 2003 Anne-Sophie Mutter, who had made her debut with Karajan in 1977, became the first recipient of this award. Since 2015 the music award has been replaced by the Herbert von Karajan Prize presented at the Salzburg Easter Festival.[57]
Karajan was an honorary citizen of Salzburg (1968), Berlin (1973), and Vienna (1978). His legacy is managed since 2005 by the Eliette and Herbert von Karajan Institute.
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